Andacht zum Monatsspruch

Nachricht Ockenhausen, 01. April 2020

Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich (1Kor 15,42)

Der Apostel Paulus erinnert uns: Leben ist nie endlos; Leben ist vergänglich. Nicht nur die grauen Haare oder die Brille auf der Nase machen die Vergänglichkeit deutlich. Oder die körperlichen Gebrechen, die einem zu schaffen macht je älter der Mensch wird. Leben ist vergänglich. Und am Ende des Lebens steht immer der Tod.

Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich. Damit wird die Vergänglichkeit herausgestellt und zugleich strahlt Hoffnung auf etwas Neues auf. Der menschliche Körper gleicht einem Samenkorn, das in die Erde gelegt wird und aus dem Neues entsteht - dann aber von unvergänglicher, ewiger Qualität.

Wir sind in der Passionszeit und sind eingeladen, uns einmal mehr bewusst zu machen, was Karfreitag und Ostern, was Tod und Auferstehung bedeuten. Jesus Christus, der Sohn Gottes, der am Kreuz auf Golgatha gestorben ist, ist nicht im Tod geblieben, sondern er ist auferweckt worden. Was für eine Hoffnung. Aber auch was für eine Kraft. Eine Kraft, die bewegt und verändert. Eine Kraft die durch Sterben und Tod hindurchträgt.

Alle Jahre wieder, im Frühling, erfahren wir diese Kraft in der Natur, wenn alles wieder zum Leben erwacht. Diese Kraft Gottes kann, so der Apostel, aber auch der Mensch spüren. Paulus selbst ist ein Zeuge dafür. Er wurde von der Auferstehungsmacht unwiderstehlich ergriffen. Es hat ihm buchstäblich alle Sinne geraubt. Tagelang war er blind und stumm. Gleichzeitig wurde er mit einer Kraft erfüllt, die durch kein Leiden und keine Todesbedrohung mehr zu erschüttern war. Diese Kraft hat ihn verändert. So berichtet es die Apostelgeschichte und so erfahren wir es in seinen Briefen.

Aber wie sollen wir sterblichen und verweslichen Menschen uns das vorstellen? Wir können doch gegen den Tod nichts ausrichten! Das können wir in der Tat nicht. Wir können uns nirgendwo festhalten. Wir müssen Angst haben, dass es uns so eines Tages gar nicht mehr gibt. Aber Gott hält an uns fest und zwar durch den Tod hindurch.

Weil Gott den Gekreuzigten auferweckt hat, wird er auch uns zu neuem Leben erwecken. Um Christi Willen!

Paulus trichtert es der Gemeinde in Korinth geradezu ein: Wer als Glaubender stirbt, darf hoffen: Der Tod trägt nicht den Sieg davon. Gott wird uns verwandeln. Dafür gebraucht Paulus das Bild des Säens und Erntens aus der Landwirtschaft: Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich.

Das ist die Botschaft von Ostern: Der HERR ist auferstanden! ER ist wahrhaftig auferstanden! Und dieser Auferstandene verspricht auch uns: Ich lebe und ihr sollt auch leben.

Ihr Pastor Pregitzer

Es grüßt:

Stephan Pregitzer
Neudorfer Straße 76
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